Die CEPHIR Filtrationsanlage wurde entwickelt um den Anforderungen bei der Filterung von Schwebstoffen und beim Staubhandling in der modernen Pharmaindustrie gerecht zu werden.
Die Anlage ist modular aufgebaut, das heißt, sie kann ohne große Probleme erweitert werden. Das Master-Modul beinhaltet die komplette Steuerung und Bedienung der Gesamtanlage für bis zu 20 Module. Die Slave-Module sind je nach Auslegung der Luftleistung entsprechend zu ergänzen.
Konzipiert für den Einsatz direkt im Produktionsraum sind die Module in Edelstahl mit GMP gerechten Oberflächen ausgeführt. Eine Frontbedienung ermöglicht auch in kleineren Produktsräumen eine Platz sparende Aufstellung.
Die Bedienung über das Touch Panel für die unterschiedlichen Prozessvorgänge, der Kennwortschutz, die mögliche Datenaufzeichnung und die Möglichkeit über das Ethernet Daten und Signale auszutauschen ermöglichen eine Control Part 11 konforme Steuerung.
Die Filtration ist eine sich selbst reinigende, zweistufige HEPA Filtration und standardmäßig in der ersten Stufe mit Filterkassetten der Qualität H13 und in der zweiten Stufe mit Filterkassetten der Qualität H14 bestückt. Die Belastung der Filterfläche ist durch den Einbau eines echten Zyklons kleiner als in früheren Filtrationsanlagen. Das Erleichtert das Wechseln von Filterkassetten, da diese sich in den Ausmaßen halbiert haben. Durch den Zyklon wird eine Vorabscheidung von bis zu 90% erreicht. Darüber hinaus sorgt eine spezielle Filterkassettenanpressung dafür, dass auch im Spannungsausfall die Filterkassetten angepresst bleiben, also der Filtrationsprozess geschlossen bleibt.
Die Filterkassetten werden nach der bewährten Bag-in-Bag-out Methode gewechselt.
Spezielle Optionen wie das Überprüfen der Filterkassettendichtung oder die Filterqualitätsprüfung mit externen Partikelzählmessgeräten über DOP’s sind möglich. Ein einzuhängender Kassettenablagetisch direkt vor dem Kassettenfach der Filtrationsanlage kann den Kassettenaustausch wesentlich erleichtern.
Die Staubsäcke und die Kassettenbeutel werden mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Clip-Technik geschlossen und bei Bedarf mit einer Schweißzange verschweißt.
Eine High Containment Version ist mit Isolator für den Staubaustrag verfügbar. Dabei sichert eine Unterdrucküberwachung den Staubaustrag ab. Eine Entnahme wird mittels der Bag-in-Bag-out Plastiksackmethode mit oder ohne Endlossack realisiert. Aber auch eine RTP Version ist optional erhältlich. Eine WiP Version ist ebenfalls mittels Medienanschlussleitung, Verteilventilen, Rohrleitungen und Sprühdüsen sowie Drainageventil wählbar. Die Möglichkeit einer Staubsammelleitung nur zum ersten Modul minimiert ggf. weitere Risiken beim Staubaustrag. Somit werden niedrigste OEL Werte (<0,1µm) erreicht.
Explosionsschutz wird durch ein minimiertes, mit Schwebstoffen beladenes Luftvolumen des CEPHIRs erreicht, sodass die Filteranlage ohne weiteres für ST2 Stäube unter Containment Bedingungen eingesetzt werden kann, ohne dass weitere Explosionsschutzmaßnahmen erforderlich werden.